Kurzimpuls
Ein konzentrierter Gedanke für Veranstaltungen mit begrenzter Zeit.
Vorträge und Gespräche über die Geschichten, die unsere heutigen Entscheidungen noch mitbestimmen – bei Menschen und in Organisationen.
Sebastian Theiler öffnet Räume, in denen Menschen genauer hinschauen können: auf alte Überzeugungen, vertraute Schutzmechanismen und Fragen, die häufig spürbar bleiben, ohne wirklich ausgesprochen zu werden.

Erfahrungen hinterlassen mehr als Erinnerungen. Aus ihnen entstehen Erklärungen, Erwartungen und Verhaltensweisen. Einige davon helfen uns, durch schwierige Zeiten zu kommen. Später können dieselben Muster verhindern, dass wir eine Situation so sehen, wie sie heute tatsächlich ist.
Auch Organisationen haben eine Geschichte. Entscheidungen, Konflikte und unausgesprochene Regeln entstehen selten aus dem Nichts.
Welche Geschichte entscheidet hier noch mit?
Ich war ungefähr fünf Jahre alt. Meine Mutter fuhr mich zu einem Menschen, den man eigentlich meinen Vater nennen müsste. Ich nenne ihn Stephan.
Ich hatte ihn lange nicht gesehen und war deshalb sehr traurig. Ich lief die Treppe zu seiner Wohnung hinauf und klingelte. Als er öffnete, sagte ich: „Hallo Papa. Wir haben uns so lange nicht gesehen. Wär doch schön, wenn wir mal was zusammen machen.“
Er schloss die Tür.
Nach ungefähr einer Minute öffnete er sie wieder, drückte mir ein Fünfmarkstück in die Hand und sagte: „Geh zu McDonald’s. Kauf dir einen Burger.“ Dann schloss er die Tür erneut.
Was soll ein fünfjähriges Kind aus so einem Moment lernen?
Vielleicht entsteht ein Gedanke wie: Du bist nicht wichtig.
Ob ich das damals wirklich genau so gedacht habe, weiß ich nicht. Ich war fünf. Kinder führen selten Protokoll über die Überzeugungen, die gerade in ihnen entstehen. Aber sie tragen sie weiter.
Ein konzentrierter Gedanke für Veranstaltungen mit begrenzter Zeit.
Mehr Raum für Geschichte, Einordnung und Übertragung.
Für verantwortliche Gruppen, die gemeinsam genauer hinschauen möchten.
Ein persönlicher Denkraum für berufliche oder private Anliegen.

Als Kind versteht man Armut nicht über Zahlen. Man versteht sie darüber, dass die letzten Pfandflaschen darüber entscheiden, was es heute Abend zu essen gibt.
Ich kenne ein Leben, in dem Verantwortung viel zu früh begann und zentrale Dinge lange offenblieben. Viele Jahre suchte ich nach Erklärungen dafür, warum mein Leben so verlaufen war.
Irgendwann hatte ich auf vieles eine Antwort.
Mein Leben war davon kein bisschen anders.
Diese Erkenntnis prägt bis heute, wie ich zuhöre. Mich interessiert, welche Geschichte hinter einem Problem liegt, welche Bedeutung ein Erlebnis bekommen hat und welche Entscheidungen diese Bedeutung heute noch beeinflusst.
Mehr über mich →Ich habe viele Jahre in der Logistik gearbeitet, später im Vertrieb und in der IT. Drei Jahre war ich IT-Koordinator beim Bayerischen Roten Kreuz in Rosenheim.
Ich kenne Organisationen deshalb nicht nur aus Gesprächen oder Fachbüchern. Ich habe selbst in unterschiedlichen Strukturen gearbeitet: mit klaren Hierarchien, informellen Entscheidungswegen, Zeitdruck, Verantwortung und Themen, die viele wahrnehmen, aber kaum jemand offen anspricht.
Diese berufliche Innenperspektive verbinde ich mit meiner persönlichen Geschichte und meiner Erfahrung auf der Bühne.
Vielleicht braucht es zuerst eine präzisere Frage.
In einem ersten Gespräch klären wir, welcher Rahmen zu Ihrer Veranstaltung, Ihrer Organisation oder Ihrer persönlichen Situation passt.